Finde den passenden 3D-Scanner für dich
3D-Scanner erfassen Form und Oberfläche von Objekten in digitaler Form. Ob du historische Objekte dokumentieren, Prototypen prüfen, Reparaturteile nachbilden oder Modelle für Virtual Reality erstellen möchtest: Die Auswahl des richtigen Scanners hängt von mehreren technischen Merkmalen und deinem Einsatzszenario ab. In dieser Kaufberatung erfährst du im Überblick, welche Unterschiede es zwischen den gängigen Technologien gibt, welche Genauigkeiten und Messbereiche wichtig sind, wie Software und Dateiformate zusammenspielen und worauf du bei Handhabung und Mobilität achten solltest.
Die Texte erklären die wichtigsten Begriffe in verständlicher Sprache und geben Entscheidungshilfen für typische Anwendungsfälle, damit du den Scanner findest, der zu deinen Anforderungen passt.
Die Texte erklären die wichtigsten Begriffe in verständlicher Sprache und geben Entscheidungshilfen für typische Anwendungsfälle, damit du den Scanner findest, der zu deinen Anforderungen passt.
Scan-Technologie
Die gewählte Scan-Technologie bestimmt maßgeblich, welche Objekte du wie zuverlässig erfassen kannst. Es gibt mehrere verbreitete Verfahren: Lasertriangulation, Strukturlicht und Photogrammetrie. Lasertriangulation arbeitet mit einem Laserpunkt oder -linien und einer Kamera, ist sehr genau auf kleinen bis mittelgroßen Objekten und funktioniert auch bei mäßig strukturierten Flächen. Strukturlicht-Prozessoren projizieren ein Muster auf die Oberfläche und berechnen daraus die Geometrie; sie sind schnell und liefern gute Daten für mittlere Entfernungen. Photogrammetrie setzt ausschließlich auf Fotos aus vielen Blickwinkeln und eignet sich besonders für große Objekte und Umgebungen, ist aber stark von Beleuchtung und Textur abhängig. Jede Technik hat Stärken bei bestimmten Oberflächen, Entfernungen und Detailgraden – die Entscheidung richtet sich nach Objektgröße, benötigter Genauigkeit und Umgebungsbedingungen.
Lasertriangulation
- Ideal für hohe Präzision bei kleinen bis mittleren Objekten.
- Gut bei geometrisch glatten und teils reflektierenden Oberflächen, sofern das System Filter hat.
- Typische Einsatzgebiete: Qualitätskontrolle, Reverse Engineering feiner Teile.
Strukturlicht
- Sehr schnell, oft handheld oder stationär einsetzbar.
- Eignet sich für mittlere Entfernungen und Objekte mit sichtbarer Struktur oder Farbe.
- Typisch für 3D-Modellierung, Inspection mittlerer Flächen und Kultur/Denkmalschutz.
Photogrammetrie
- Benötigt nur eine Kamera (oder mehrere Kameras) und viele Überlappungen der Bilder.
- Skaliert gut auf große Objekte oder ganze Szenen (Gebäude, Landschaftsteile).
- Abhängig von sehr guter Beleuchtung und Oberflächentextur; oft längere Nachbearbeitung nötig.
Kombinierte Systeme
- Manche Scanner kombinieren Technologien (z. B. Strukturlicht + Fototextur), um Schwächen auszugleichen.
- Solche Systeme bieten Flexibilität für verschiedene Szenarien, sind aber komplexer in der Bedienung.
- Achte auf nahtlose Integration der Daten in die Softwarepipeline.
Genauigkeit & Auflösung
Bei 3D-Scannern sind Genauigkeit (wie nah die Messwerte am realen Objekt liegen) und Auflösung (kleinste darstellbare Details) entscheidend. Genauigkeiten werden oft in Millimetern oder Mikrometern angegeben. Für Ingenieuranwendungen, Qualitätskontrolle oder Reverse Engineering sind hohe Genauigkeiten (z. B. unter 0,1 mm) wichtig; für Visualisierungen oder VR reichen häufig 1 mm oder mehr. Die Auflösung beschreibt, welche feinen Strukturen sichtbar sind: feine Kanten, kleine Bohrungen oder Oberflächenrauheiten benötigen eine hohe Punktdichte. Beachte, dass Genauigkeit und Auflösung nicht unabhängig sind: je größer der Messbereich, desto schwieriger ist die Erhaltung extrem hoher Auflösung über die gesamte Fläche. Ebenso beeinflussen Stabilität, Kalibrierung und Umgebungsbedingungen das Messergebnis.
Hohe Genauigkeit (für industrielle Anwendungen)
- Wichtige Anforderung bei Maßprüfung und Reverse Engineering von Präzisionsteilen.
- Achte auf Herstellerangaben zur Wiederholgenauigkeit und Kalibrierverfahren.
- Oft kombiniert mit enger Messumgebung (Stativ, Mounting) für Schutz vor Vibrationen.
Mittlere Genauigkeit (für Prototyping & Modellbau)
- Reicht für die meisten Konstruktions- und Designaufgaben.
- Bietet einen guten Kompromiss zwischen Detailtiefe und Benutzerfreundlichkeit.
- Geeignet für 3D-Druckvorbereitung und allgemeine Dokumentation.
Niedrigere Genauigkeit (für Visualisierung / VR)
- Ausreichend, wenn es nur um Formdarstellung und nicht um Maßhaltigkeit geht.
- Schnellere Erfassungsprozesse und größere Messbereiche möglich.
- Oft günstiger in der Handhabung und weniger anfällig gegenüber kleinen Messfehlern.
Auflösung vs. Genauigkeit
- Eine hohe Punktdichte (Auflösung) bedeutet nicht automatisch hohe Messgenauigkeit.
- Wähle die Kombination, die zu deinem Zweck passt: feine Details benötigen hohe Auflösung, kritische Maße brauchen hohe Genauigkeit.
- Prüfe Beispielscans des Herstellers und unabhängige Testdaten.