Finde das passende Balkonkraftwerk (PV) für dich
Leistung und erwartete Erträge
Erklärt, wie viel Strom ein Balkonkraftwerk produziert, welche Einheit (Wp, kWh) wichtig ist und wie du den zu erwartenden Jahresertrag grob abschätzen kannst.
Nennleistung (Wp) verstehen
- Die Leistung von Solarmodulen wird in Watt-Peak (Wp) angegeben. Wp ist die Leistung unter Standard-Testbedingungen und hilft beim Vergleich von Modulen. Für Balkonkraftwerke sind typische Größen von 200 Wp bis 1.200 Wp üblich (einzelne Module oder Modul-Pakete).
- Mehr Wp bedeutet grundsätzlich mehr Ertrag, aber die tatsächliche Produktion hängt von Standort, Ausrichtung und Verschattung ab.
Von Wp zu kWh — Jahresertrag schätzen
- Jahresertrag wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Ein grober Richtwert: 1 kWp installierter Leistung liefert in Deutschland je nach Region und Ausrichtung etwa 800–1.000 kWh/Jahr. Balkonkraftwerke sind kleiner, also skaliere entsprechend (z. B. 300 Wp ≈ 240–300 kWh/Jahr).
- Nutze einfache Online-Rechner oder schätze anhand deiner Sonnenstunden und dem Modulwirkungsgrad, um zu sehen, wie viel deines Haushaltsverbrauchs gedeckt werden kann.
Eigenverbrauch und Leistungsspitzen
- Balkonkraftwerke reduzieren deinen Netzbezug in Sonnenstunden. Achte darauf, dass die Anlage zu deinen Verbrauchszeiten (z. B. tagsüber bei Home-Office) passt, sonst wird überschüssiger Strom ins Netz eingespeist.
- Ein einzelnes Modul hat nur begrenzte Leistung — bei mehreren gleichzeitigen Verbrauchern (Kochen, Waschmaschine) wird nur ein Teil davon gedeckt.
Solarmodul-Technologie und Leistungsmerkmale
Worin sich Module unterscheiden (Monokristallin vs. Polykristallin, Wirkungsgrad, Temperaturkoeffizient, Degradation) und was das für den Balkonbetrieb bedeutet.
Zelltypen und Wirkungsgrad
- Moderne Balkonkraftwerke verwenden meist monokristalline Zellen (höherer Wirkungsgrad) oder gelegentlich polykristalline. Höherer Wirkungsgrad bedeutet mehr Leistung auf gleicher Fläche — relevant bei begrenzter Balkongröße.
- Achte auf den Modulwirkungsgrad in den Datenblättern; je höher, desto kompakter kann die Anlage bei gleicher Leistung sein.
Temperaturkoeffizient und reale Leistung
- Solarmodule liefern bei heißer Sonneneinstrahlung weniger Leistung als unter Standardbedingungen. Der Temperaturkoeffizient (z. B. -0,3 %/°C) gibt an, wie stark die Leistung pro Grad über 25 °C sinkt. Für warme, sonnige Standorte ist ein niedrigerer (weniger negativer) Koeffizient besser.
- Dieser Effekt ist bei Balkonkraftwerken wichtig, weil Module oft nahe an Wänden oder Geländern montiert sind, wo die Temperatur höher sein kann.
Alterung und Degradation
- Module verlieren jährlich etwas Leistung (Degradationsrate), typischerweise 0,3–0,8 % pro Jahr bei Qualitätsmodulen. Diese Angabe findest du im Datenblatt und sie beeinflusst langfristig den Ertrag.