Finde die passende Absauganlage für dich
Einsatzbereich & Stoffart
Der wichtigste Punkt vor dem Kauf ist die Frage: Welche Stoffe sollen abgesaugt werden? Stäube (z. B. Holz, Metall, Baustoffe) benötigen andere Lösungen als Gase und Dämpfe (Lösungsmittel, Chemikalien). Manche Anwendungen brauchen kombinierte Systeme (Partikel + Adsorption). Außerdem entscheidet der Einsatzort (Hobbywerkstatt, Schreinerei, Metallbetrieb, Labor) über Robustheit, Filteranforderungen und Sicherheitsvorgaben.
Partikel vs. Gase
- Partikel (Staub, Rauch, Schweißrauch) werden mechanisch mit Taschen-, Taschenfilter- oder HEPA-Filtern entfernt.
- Gase und Gerüche benötigen Aktivkohle- oder Spezialadsorber, die Moleküle binden.
- Für Mischbelastungen sind Kombinationsfilter oder zweistufige Systeme sinnvoll.
Typische Einsatzszenarien & Empfehlungen
- Holzbearbeitung: Fokus auf Feinstaub (Filterklasse M/H oder HEPA in bestimmten Fällen).
- Metallbearbeitung / Schweißen: Filter für Schweißrauch plus ggf. Vorabscheider für Funken.
- Löten / Chemie: Aktivkohle-Module gegen Dämpfe.
Förderleistung (Volumenstrom) & statischer Druck
Förderleistung (m3/h) beschreibt das Luftvolumen, das die Absauganlage pro Stunde bewegt. Der statische Druck (Pa) gibt an, wie stark das System gegen Widerstände (Kanäle, Filter, Hauben) saugen kann. Beide Werte zusammen bestimmen, ob die Anlage in deiner Anwendung ausreichend absaugt. Eine zu hohe Leistung ist oft unnötig; zu geringe Leistung führt zu schlechter Absaugung und Gefahr durch Restemissionen.
Volumenstrom (m³/h)
- Grobe Orientierung: kleine Werkstattgeräte 200–800 m³/h, professionelle Werkstatt- und Industriegeräte 1.000–6.000+ m³/h.
- Wähle nach Arbeitsplatzgröße, Anzahl Quellen (z. B. mehrere Maschinen) und gewünschter Luftwechselrate.
Statischer Druck (Pa)
- Je länger oder verwinkelter die Leitungen und je feiner die Filter, desto höher muss der benötigte statische Druck sein.
- Herstellerangaben zu max. Druckverlust und Förderleistung in Funktion des Drucks beachten.